Siebeth

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Manchmal ist ja ein kurzer Blick zurück ganz hilfreich. Guten deutschen Pop, so lässt sich dann erkennen, gab es schon weit vor der geilen Zeit mit der tollen Welle, durch die dann lauter kleine Stars an deutsche Strände gespült wurden. Als zum Beispiel 1998 die Hamburger Band Pornomat ihr erstes Album herausbrachte, da trauten ihr die Medien unisono reichlich viel zu. Dummerweise gab es die Band ein Jahr später gar nicht mehr, sowas kann vorkommen.

Wer damals das Booklet genau studiert hatte, dem war aufgefallen, dass ein Mann auffällig allein all die schönen Songs und Melodien geschrieben hatte. Und deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass eben jener Siebeth sich im Jahre 2002 mit einem schönen Solo-Debüt namens "Einmal Accum und zurück" aus der Pause meldete. Leider war das keine allzu gute Zeit für den Pop, schon gar nicht für den deutsch gesungenen. Doch Siebeth hat sich nicht entmutigen lassen, und nun kommt mit "TRAININGSJACKENSUPERVISORFREAK" die erste Single seines gleichnamigen im Juli erscheinenden Albums heraus. In den Indieclubs des Landes bereits jetzt ein Garant, um Mädchen zum Tanzen und lautem Mitsingen zu bringen.

Siebeth bietet deutschen Pop, der nicht so einfach zu fassen ist. Auf seinem neuen Album hat Siebeth das zufallsprinzipielle System nun dramatisiert und so ein Dutzend Songs in bislang hierzulande noch nie gehörter Art und Weise zusammengestellt. Vom Leichten zum Schweren, vom Banalen zum Bedeutenden, vom Wirren zum Geordneten und doch immer knapp am drohenden oder auch mal lockenden Chaos vorbei schlingern seine wunderbaren Lieder und entgleisen doch nie. Jede Minute wartet mit elegant geschlagenen Haken und brummkreiselheiteren Fantasien auf.

Homepage: siebeth.de